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Berlin 1913.
J. Guttentag, Verlagsbuchhandlung,

G. m. b. H.

Alle Rechte, insbesondere die der Übersetzung in fremde Sprachen,

vorbehalten.

Copyright 1913 by J. Guttentag.

John Bassett Moore

gewidmet.

281470

Vorwort.

Den Anlaß für die vorliegende Abhandlung bilden ausgedehnte öffentlich-rechtliche und geschichtliche Studien, die ich in Amerika getrieben habe.

Bald trat mir dabei das Problem nach dem Geheimnis des glücklichen und schnellen Wachstums der politischen Stärke und Machtstellung der Vereinigten Staaten entgegen. Daneben erhob sich zugleich die Frage nach den Gründen für ihre eigentümliche, von derjenigen aller anderen Weltmächte verschiedenen Haltung in auswärtigen Angelegenheiten.

Beide Fragen führten zur Monroedoktrin.

Bevor ich mich entschloß, diese zum Gegenstande einer wissenschaftlichen Untersuchung zu machen, hatte ich zu entscheiden, ob sich bei der ungemein großen darüber bestehenden Literatur mehr als eine Wiederholung werde geben lassen.

Eine Überprüfung des Materials zeigte, daß fast alles, was an Sonderdarstellungen über sie geschrieben ist, mehr oder weniger allgemein gehaltene Übersichten oder populäre Darstellungen durchweg politischer Natur sind.

Die völkerrechtliche Literatur andererseits enthält durchweg nur kurze und wie es mir scheint, zumeist allzu kurze Bemerkungen zur Monroedoktrin.

Im Hinblick auf das große Interesse, das diesem Grundprinzipe amerikanischer Politik entgegengebracht wird, sowie seiner ständig steigenden Bedeutung im öffentlichen Leben Amerikas, unter Beachtung andererseits der mit ihm zusammenhängenden zahlreichen ungelösten Streit- und Zweifelsfragen schien der Versuch unternehmenswert, sie einer eingehenden wissenschaftlich vorurteilsfreien Erörterung zu unterziehen.

Was mich dabei besonders interessierte und reizte, war die Frage nach den Beziehungen der Monroedoktrin zum Völkerrecht.

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